Navy-CIS-Darsteller Mark Harmon

Wie der Special Agent zur Schauspielerei kam und welche Parallelen ihn mit seiner Figur verbinden, zeigen wir Ihnen in unseren Darsteller-Check.

Der „Sexiest Man Alive“ von 1986 spielt seit 2003 die Hauptrolle in einer der weltweit meistgesehenen Fernsehserien – und das sehr erfolgreich. Doch der Weg zur Schauspielerei war nicht immer schon von vorherein klar und schon gar nicht einfach. Eigentlich zeigte sein Lebenslauf nämlich eher in die Richtung einer Football-Karriere …

In den Fußstapfen des Vaters: Mark Harmon im Football-Trikot

Als der heutige Navy CIS-Hauptdarsteller am 2. September 1951 in Burbank im sonnigen Kalifornien geboren wurde, war noch nicht klar, welche berufliche Zukunft ihn erwarten würde. Marks Vater, Tom Harmon, war einst ein bekannter und erfolgreicher Football-Spieler und später ebenso erfolgreich als Sportreporter unterwegs. Seine Mutter, Elyse Knox, war zur damaligen Zeit Schauspielerin. Harmon wuchs mit seinen beiden Schwestern Kristin und Kelly auf, die heute ebenfalls schauspielern. An der UCLA studierte er später Kommunikationswissenschaft und spielte dort auch als Quarterback für das Football-Team. 1973 erhielt er sogar den „National Football Foundation Award“. Es lag also recht nahe, dass Mark Harmon vielleicht sogar wie sein Vater eine Profikarriere anstreben würde. Doch weit gefehlt. Der Schauspieler aus Kalifornien war sich nämlich sehr unsicher, was seine berufliche Zukunft anging.

Vom Marketing zum Zimmermann: Mark Harmon unentschlossen

Nach dem College hängte er das Football-Trikot an den Nagel und versuchte beruflich im Marketing Fuß zu fassen. Doch auch das war scheinbar nicht die Erfüllung, und so probierte er es als Rundfunksprecher und letztendlich sogar als Zimmermann. Mark Harmon war sich jahrelang unschlüssig über seine Berufung und darüber, welcher Weg für ihn der richtige war.

Wie der NCIS-Darsteller es schaffte: Alles nur Zufall?

Seinen ersten Fernseh-Auftritt hatte Mark Harmon ganz zufällig und ungeplant zusammen mit seinem Vater in einem Werbespot für Kellogg’s Cornflakes. Der Rest ist beinahe Geschichte: Nach einigen Versuchen sich mit Filmen wie „The Presidio“ (mit Sean Connery und Meg Ryan) oder „Katies Sehnsucht“ (mit Jodie Foster) im Filmgeschäft zu etablieren, konzentrierte er sich vermehrt auf den Bereich der Fernsehserien. Bereits in Serien wie „Sam“ oder „240-Robert“ mimte er den Kriminalbeamten, unwissentlich, dass solch eine Rolle später sein Durchbruch werden würde. Auch am Theater konnte man seine Schauspielkünste schon bewundern. In „Love Letters“ spielte er dort sogar mit seiner Ehefrau und Schauspielerin Pam Dawber.

Mark Harmon: 2003 kam die Wende

Im Jahr 2003 bekam Harmon dann die Hauptrolle in der mittlerweile beliebtesten Crime-Serie überhaupt, die in mehr als 200 Ländern ausgestrahlt wird. Seit 2008 hat er dort sogar als Produzent seine Finger im Spiel und besitzt seit 2014 eine eigene Produktionsfirma. In der Rolle bei Navy CIS spielt Harmon den Spezialagenten Leroy Jethro Gibbs, der zusammen mit seinem Team Verbrechen aufklärt, die in Verbindung mit der United States Navy und dem United States Marine Corps stehen. Vor diesem Job war Gibbs Gunnery Sergeant beim United States Marine Corps (USMC) und war dort einer der besten Scharfschützen. Als Irak-Veteran leitet er nun das Major Case Response Team des NCIS.

Harter Schicksalsschlag für Leroy Gibbs

Gibbs alias Harmon war in der Serie insgesamt viermal verheiratet. Seine erste Frau und die gemeinsame Tochter wurden während seiner Zeit beim USMC bei einem Anschlag durch einen Drogenhändler getötet. Dieses schicksalhafte Ereignis zieht sich bis heute durch die Rolle Gibbs. Er ist kein Mann vieler Worte, hat eine etwas ruppige Art und ist sehr durchsetzungsstark. Man merkt, dass in ihm viel Schmerz und dunkle Erinnerung steckt, was vielleicht auch ein Grund für seine Beziehungsunfähigkeit sein könnte. Und genau dieser Punkt unterscheidet Gibbs von Harmon: er ist seit rund 30 Jahren glücklich mit seiner Frau Pam verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne: Sean Thomas und Ty Christian. Sean spielt bei Navy CIS für Rückblenden in die Vergangenheit sogar Gibbs Rolle als früheres Ich.

Mark Harmon auch im wahren Leben ein Held

Nicht nur als ehemaliger Teil des USMC, der fließend Russisch spricht und zudem noch Gebärdensprache beherrscht, ist die Rolle des Gibbs recht außergewöhnlich und spannend. Auch im echten Leben von Mark Harmon ereigneten sich Dinge, die ihn zum Helden machten: 1996 hatten zwei Teenager vor Harmons Haus einen schweren Autounfall und drohten im Wrack zu verbrennen. Harmon bekam das mit, zögerte nicht lange und befreite die beiden dank Vorschlaghammer aus dem Unfallwagen.

Ehre für Harmon auf dem Walk of Fame

2012 wurde Mark Harmon alias Leroy Gibbs mit einer der begehrtesten Auszeichnungen geehrt, die es neben dem Emmy für einen Serienschauspieler geben kann: ein eigener Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Alles richtig gemacht, Mister Harmon!