Tottis Spuckattacke

Wie einst Frank Rijkaard bei Rudi Völler hat auch Italien-Legende Francesco Totti einen Mitspieler angespuckt. Als der Schiedsrichter für einen Moment wegschaute, verpasste der Stürmer dem dänischen Kicker Christian Poulsen während eines Spiels der EM 2004 gleich mehrere Speichelduschen. Dank Videobeweis wurde Totti aber trotzdem von der UEFA überführt und nachträglich für drei Spiele gesperrt. 

Schnell, schneller, Kežman

Im Vorrundenspiel der EM 2000 gegen Norwegen stellte der serbische Stürmer Mateja Kežman einen ziemlich peinlichen Rekord auf. Gerade einmal 37 Sekunden stand der Goalgetter auf dem Platz, da musste er auch schon wieder in die Kabine. Unmittelbar nachdem Kežman in der 87. Minute eingewechselt worden war, grätschte er den Norweger Erik Mykland rüde um. Die Folge: eine Rote Karte. So kurz hätte sich Kežman seinen Arbeitstag wohl nicht vorgestellt.

Morddrohungen nach Schiri-Entscheidung

Dass Schiedsrichter nicht gerade zu den Publikumslieblingen gehören, ist nichts Ungewöhnliches. Was Referee Urs Meier jedoch nach einem EM 2004-Match einstecken musste, ist nach wie vor ein handfester Skandal. Britische Boulevardzeitungen veröffentlichten E-Mail-Anschrift und Wohnadresse des Schweizer Unparteiischen, woraufhin er Morddrohungen bekam. Der Grund: Meier hatte den Engländern im Spiel gegen Portugal ein Tor aberkannt – die Three Lions schieden im darauffolgenden Elfmeterschießen aus. 

Erpressungsskandal führt zu Rauswurf

Und auch die EM 2016 ist nicht frei von Skandalen. Bereits vor Turnierbeginn sorgte Frankreichs Sturmtank Karim Benzema für Gesprächsstoff: Sein Spielerkollege Mathieu Valbuena wurde mit einem Sextape erpresst und der Real Madrid-Star soll ihm daraufhin geraten haben, die geforderten 150.000 Euro Schweigegeld zu zahlen. Benzema wird deshalb vorgeworfen, als Komplize der Erpresser gearbeitet zu haben. Nun drohen dem 28-Jährigen fünf Jahre Haft. Der französische Fußballverband warf ihn zudem aus der Nationalmannschaft raus. 

Massenschlägerei zwischen Fans und Spielern

Nur allzu oft wird der Sport für politische Zwecke missbraucht. Trauriges Beispiel dafür ist das EM-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien aus dem Jahr 2014. Per Drohne wurde kurz vor der Halbzeit der Partie eine albanische Flagge auf den Rasen ferngesteuert. Die Aktion war vor allem deswegen so brisant, da die Fahne das fiktive Staatsgebiet „Großalbanien“ zeigte, das auch Teile Serbiens umfasst. Eine Provokation, die sich der serbische Spieler Stefan Mitrović nicht gefallen lassen wollte. Er riss das Stück Stoff an sich, woraufhin es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern und den Fans beider Seiten kam. Das Spiel wurde komplett abgebrochen.

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