Studie über Ejakulationsverhalten

Für eine Langzeit-Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston wurde das Ejakulationsverhalten von 32.000 Männern über 18 Jahre hinweg untersucht. Während dieser Zeit erkrankten 4.000 der Testpersonen an Prostatakrebs. Erstaunlich dabei: Probanden, die ab dem 20. Lebensjahr mindestens 21 Mal im Monat ejakulierten, wiesen ein 19 Prozent geringeres Risiko auf, an Krebs zu erkranken, als Männer, die maximal siebenmal im Monat einen Samenerguss hatten. 

Wer viel ejakuliert, hat weniger Beschwerden

Für die Wissenschaftlerin Jennifer Rider sind die Studienergebnisse kein Zufall, sondern vielmehr ein weiterer Beleg, dass es einen Zusammenhang zwischen Sexualität und Gesundheit gibt. „Männer, die nur maximal dreimal im Monat ejakulieren, haben häufig medizinische Beschwerden und sterben früher”, so Rider. Ob der Samenerguss während des Sex oder beim Masturbieren erfolgt, spiele im Übrigen keine Rolle. 

Viel Sex hilft viel: Schlussfolgerung umstritten

Wie zuverlässig die aus der Studie resultierenden Zahlen sind, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Denn die Ejakulations-Frequenz wurde während der Studienzeit von den Teilnehmern nicht protokolliert, sondern nur geschätzt. Zudem bemängeln Kritiker, dass bei der Ermittlung des Krebsrisikos Faktoren wie Gewicht, Lebensstil oder Vorerkrankungen ebenfalls zu berücksichtigen sind. Diese Aspekte wurden jedoch von den Forschern aus Boston ganz außen vor gelassen.